"Reisebericht"

unserer zweiten Reise nach Kroatien im September 2011

 

Kroatien wir kommen! - dieses Jahr etwa 2 Monate später, da wir die letztes Jahr im Juli gut gefüllten Campingplätze umgehen als auch Land und Leute bei etwas gemäßigten Temperaturen (lt. Reiseführer durchschnittlich 25 Grad tagsüber) genießen wollten. Gegen Mittag des 04. September rollten wir endlich vom heimischen Hof, schwer bepackt aber guter Dinge!

Als Zwischenziel steuerten wir Maribour/Slowenien an, da Jochen am Folgetag noch einen Geschäftstermin wahrnehmen musste. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Hotel (mit Mini-Gepäck aus dem Camper *gg*). Am Vormittag wurde uns ein blechverarbeitende Werk in allen Details gezeigt (sehr interessant), den Nachmittag verbrachte ich mit anderen privat Mitreisenden gemütlich in einem Cafe bzw. mit einem großen Eis.

Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, gegen 16 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Kroatien/Insel Krk. Die Versuchung war sehr hoch, noch eine Nacht in Slowenien anzuhängen und nochmals die weltbeste Pilzsuppe als auch gefüllte Calamari zu verkosten. Aber mein Wunsch nach „URLAUB“ (Meer, Salz, Sonne!) war größer und so passierten wir mit Einbruch der Dunkelheit die große Brücke auf die Insel Krk und ließen uns auf dem erstbesten Campingplatz direkt am Wasser nieder.

Der nächste Morgen bot statt malerischem Sonnenaufgang Sturm! Die Nacht war etwas früher als gewöhnlich zu Ende - aber nicht weil wir so ausgeruht waren, sondern weil der Wind massiv in Böen am Klappdach zerrte. Einen ähnlichen, schwereren Sturm hatten wir schon an der Ostsee vor 2 Jahren erlebt und die Erfahrung gemacht, dass das Klappdach einiges aushält. Allerdings standen wir damals mit „dem Po“ in den Wind und der Wind pfiff über das Dach wie über eine Rampe hinweg. Dieses mal standen wir jedoch seitlich zum Wind.

Wir probierten das elektrisch-hydraulische Hubdach (jawoll - das ist die technisch korrekte Bezeichnung :-) )zu schließen, aber die Elektronik spielte nicht mit. Statt nach unten fuhr es Karussell wieder nach oben *urgg*, wohl wegen der schweren Winde. Etwas hektisch parkten wir um 90 Grad um, reckten „den Po“ in den Wind und nun gelang das Schließen problemlos. *Uff* - so hatten wir uns den September eigentlich nicht vorgestellt *gg*.

Ein gutes hatte der Wind dennoch - er vertrieb rasch die Wolken und nicht lange danach spitzte die Sonne hervor.

Unser Weg führte uns weiter nach Baska. Dort war ich letztes Jahr sooooooo beeindruckt vom Blautürkis des Wassers und vom Gebirge. Ich schnappte mir Zita und den Foto und wir brachen zu einer kleinen Wanderung auf. Dieses Jahr gibt es also ein paar Bilder von oben auf die berauschende Bucht!

 

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Gefallen im Sinne einer Übernachtung hat es uns trotzdem nicht und so steuerten wir Stara Baska an und nächtigten auf dem kleinen, schattenlosen Campingplatz „Skrila“ und hatten das Gefühl, neben dem „Kindergarten“ zu parken *gg*. Na, Kinderlachen ist immerhin besser als Erwachsenen-Streit!

Auch diese Nacht war deutlich verkürzt - wir wachten von einem durchdringenden Geruch, naja, eher Gestank auf. Auweia, einer unserer Vierbeiner hatte seine Notdurft IM Camper *urgggsss* erledigen müssen (wir hatten wohl sehr/zu fest geschlafen!) und so hatte ich gegen 4 Uhr morgens das Vergnügen, ein stinkendes Badehandtuch zu entsorgen und meine Runden auf dem Campingplatz zu drehen um den Übeltäter a) zu identifizieren und b) weitere Erleichterung zu verschaffen:

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Weiter ging`s zur Fähre nach Valbiska und von dort zur Insel Rab. Die Insel Rab ist im Verhältnis eine sehr grüne Insel (kaum Mondlandschaften) und daher fest in Touristenhand. Jetzt im September allerdings mehr als erträglich da es sehr ruhig ist.

Die bislang gemäßigten Temperaturen kletterten alldieweil nach oben, nun so ca. 28 Grad und schwül. Wir besichtigen das Städtchen Rab, kehren ein, trödeln etwas herum....

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Aufgrund vorgeschrittener Zeit suchten wir gegen unsere Gewohnheit nahe Rab einen großen Campingplatz (2500 Stellplätze) „Autokamp San Marino“ auf. Zwar ein Stellplatz ohne „Seeblick“, aber dafür mit den Camping-Cheques für 15€ die Nacht erschwinglich. Unser Flecken war recht angenehm und so verlängerten wir für eine weitere Nacht. Das Hunde-Gassi-Gehen funktionierte morgens auf der Strandpromenade ganz gut, am Nachmittag jedoch glichen wir dem sprichwörtlich „bunten Hund“. Drei Hunde - eine Frau - ein Spaziergang - das ist doch recht exotisch selbst hier in der Touristenhochburg.

Der nette Fleck entpuppte sich bei der Abreise dann noch als teures Pflaster - für 2 Nächte waren zusätzlich zu den Campingcheques noch 20€ für Anmeldegebühr (?!!)/Kurtaxe/2 weitere Hunde fällig. Also in Summe 2x15 plus 20 = 50€ für 2 Nächte. Zum Glück hatten wir die Cheques....

Von der Insel Rab ging es nun endlich auf die Insel Pag (2 mal Fähre notwendig). Dort wollte ich letztes Jahr schon hin, aber das funktionierte mangels „falscher Insel/fehlende Fährverbindung“ nicht. Pag gleicht, laut Reiseführer, einer Mondlandschaft, was wir bestätigen können.

Wahnsinn!! Ich finde es genial und kann mich kaum an den Felsen und der Landschaft sattsehen.

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Sonnenuntergang auf Pag...

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Wir bleiben 3 Nächte auf dem Autokamp „Skovrdara“ auf der Halbinsel Lun was mit grandioser Lage, schönen Gassiwegen und auch extrem rustikalen Toilette/Dusche glänzt. Spinnweben, lebende Spinnentiere und eine allgemein leichte Verfärbung veranlassen uns, bei einem Ausflug einen „Mr. Muscle-Antibaktierell-Pfft-Pfft“ zu erstehen und führen dieses bei jedem „Spaziergang“ mit *ggg*.

Leider ist der Autokamp ohne Strom und unser Fern-Weiter-Weh ruft wieder lauter. Wir verlassen den ausgesprochen lauschigen aber auch heißen Flecken *) und werden von den anderen (handvoll) Gästen fast schon freundschaftlich verabschiedet.

*) die o.g. gemäßigten Temperaturen haben sich auf ca. 33 Grad ohne Wind gesteigert! Es ist schwülheiß, kaum Wind und jeden Morgen hat sich die Luftfeuchtigkeit auf Markise, Stühlen, Tisch, etc. patschnass niedergeschlagen.

Nach einer kurzen Stippvisite des Städtchen Pag, einigen Ausflügen auf Nebenstraßen verlassen wir Pag, bewundern die Salzgärten zur Salzgewinnung, kaufen Pager Käse ein und fahren dann in Richtung Insel Vir.

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Salzbecken zur Salzgewinnung bei Stadt Pag:

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...und immer wieder diese (faszinierenden) Mäuerchen:

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Dort fahren wir bis wir „ins Wasser fallen“ und müssen erst mal die Batterie der Kamera beleben. Zum Glück hat der Camper eine Steckdose mit Wandler die eine Aufladung der Batterie ohne Anschluss ans öffentliche Stromnetz ermöglicht.

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Auf der Insel Vir suchen wir etwas vergeblich (und dann genervt-zornig) die min. 4 beschriebenen Campingplätze. Naja, was wir finden ist nicht so toll, ist halt immer Geschmacksache.

Wir rollen von Vir zurück zum Städtchen Nin und suchen den Autokamp Dispet auf. Kurz und bündig - einmal und nie wieder! Haben wir letztes Jahr als auch dieses Jahr immer auf positiv, freundliche Kroaten getroffen, gerade in Bezug auf die 3 Vierbeiner, so erleben wir hier das genaue Gegenteil. Mir wird bei der Anmeldung mehrfach eingeschärft, dass die Hunde an der Leine zu sein haben und sollten wir die anderen Gäste stören, so müssen wir den Platz verlassen. Das ganze in borstigen, unfreundlichem Deutsch. Der von uns ausgewählte Platz wird inspiziert und wir angewiesen, uns etwas seitlich zu stellen, sodass ggf. noch ein weiteres Womo Platz hätte. (Haben wir natürlich brav gemacht, wir sind ja Gäste zweiter Klasse?!)

Ein weiteres Womo ist nicht eingetroffen, dafür haben die vier benachbarten Österreicher beim Zechen deutlich mehr Krach als die Vierbeiner gemacht (was uns ja gar nicht stört; auch nicht die anderen Hunde die natürlich unangeleint schwanzwedelnd neben ihren Besitzern her getänzelt sind). Am nächsten Morgen packen wir und verlassen pünktlich um 11 Uhr nach einem einsilbigen Abschied den Platz. Wo unsere Hunde nicht gern gesehen sind - lassen wir keinen einzigen (weiteren) Euro und auch keine gute Bewertung zurück!

Der Weg führt uns im Anschluss an den Fuß des Velebit-Gebirge. Erstmals befahren wir die Küstenstraße und das Thermometer fällt auf gediegene 28 Grad um 12 Uhr. Wir erreichen nach nur knapp 1 Stunde das Örtchen Seline und checken auf dem wunderbar entspannten Autokamp „Pisak“ ein. Wir gucken auf`s Meer und genießen....endlich...im Schatten unter Pinienbäumen....den Wind!

Das aufgesuchte Autokamp entpuppt sich als einen absolut idyllischen & gepflegten Flecken; wir bleiben für ganze 3 Nächte stehen, genießen den Wind, die Sonne und das warme, flache Meer.

Seline grenzt an den Nationalpark Paklenica an und so unternehmen Zita und ich einen Ausflug in die kleinere der beiden Schluchten. Da wir weder Rucksack noch Kletterausrüstung mit haben (früher bin ich tatsächlich geklettert) ist unsere Tour auf dem Pfad nach ca. 45 Minuten beendet, bietet uns aber trotzdem einige sehenswerte Eindrücke. Und warm war`s - very nice and very hot :-)!

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...ganz langsam und widerwillig müssen wir an die Heimreise denken und so packen wir wieder einmal ein und lenken unser Gefährt wieder in Richtung Küstenstraße. Allerdings bevor es wirklich nordwärts geht, müssen wir noch einmal südwärts fahren. Im Reiseführer wird ein Abstecher zum „Pueblo Plateau“ oberhalb vom Canyon Zrmanj erwähnt. Dort seien wohl Teile der Winnetou Filme entstanden. Zitat: „400m tief fällt der Blick hinab auf den Fluss Zrmanj...atemberaubende Landschaft...gigantische Kulisse“. DAS können wir bestätigen!!!

Wir können uns kaum sattsehen und sind echt überwältigt von den Eindrücken. Noch dazu weist kein deutlicher Wegweiser auf dieses Highlight hin, sondern ganz einsam und verlassen, etwas abseits, nur in kroatisch, ein schmaler Wegweiser und dann ging`s über eine rote Schotterpiste in den Berg hinein....

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Jetzt aber, es hilft ja alles nix, zurück auf die Küstenstraße und ab in Richtung Sv. Juraj. Die Küstenstraße verläuft kurvig etwas über dem Meer. Bucht an Bucht wechselt sich ab, ein Augenschmaus.

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In Sv. Juraj suchen wir das Autokamp „Raca Euro“ auf. Wir besetzen einen schmalen Streifen direkt am Meer; der Ausblick auf`s Meer und später der Sonnenuntergang ist als einzig positives hervorzuheben; Gassimöglichkeiten gibt es keine und die Toiletten sind zwar mit Naturstein, ähnlich Sollnhofer Platten, belegt, aber so schmal, dass man sich zum Türschließen setzen und Luft anhalten muss *gg*. Leider gibt`s hier keinen Wind und so schmachten wir in der Wärme dahin.

Der nächste Morgen wird auch gleichzeitig der Abreisetag aus Kroatien sein. Wir fahren weiter nach Senj und bummeln dort durch die Gassen. Senj ist eine mittelalterliche Stadt mit 2500-jähriger Geschichte, trutziger Festung, Stadtmauer, vielen verwinkelten Gässchen und dem besten Capucchino zwischen Rijeka und Zadar! Ein toller Abschied aus Kroatien sind diese Stündchen hier...

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Wieder zurück auf der Küstenstraße fahren wir bis Rijeka, dort auf die Autobahn und über Villach, Karawanken-Tunnel (Blockabfertigung wegen Sanierungsarbeiten!!) bis nach Österreich Rennweg/Gries. Dort machen wir Zwischenstopp auf einem gemütlichen Campingplatz und werden in Nacht von einem „unbekannten“ Geräusch wach - Regentropfen wie sie gegen unser Klappdach schlagen. Eigentlich wollten wir hier zwei Nächte bleiben (Empfehlung eines anderen Reisenden), aber der Campingplatz liegt auf ca. 1200 Meter und es ist ungemütlich kalt. So reisen wir Sonntag früh ab und erreichen nach einer zähen Heimfahrt über München gegen 17 Uhr das heimische Almoshof!

2 Wochen vergingen wie im Fluge - mit tollen Eindrücken, Menschen, Natur & Wetter. Schade, dass es schon vorbei ist :-)), aber auch schön, wieder zuhause zu sein!

Ich denke, wir kommen wieder - haben da schon die ein oder andere Idee für die nächste Reise nach Kroatien :-)!

P.S.

unser Cali hat uns ohne Murren und Rucken die guten 2000 KM von A nach B und zurück getragen. Das Konzept „Klappdach trifft PKW“ begeistert uns immer noch *gg*.

Zum Thema Cali hatten wir in diesem Urlaub jedoch noch einige Erlebnisse, die wir nicht verschweigen wollen:

 

Aber ansonsten...der ganz normale Wahnsinn *gg*!

Und zum Abschluss noch ein paar Blicke auf`s bzw. ins Meer:

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www.almashiefer.de - Vierbeiner/Dogdance/BARF/T5-Cali

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